Die Auxiliartruppen
Neben den Legionen war das zweite Standbein der römischen Armee die fremdstämmigen Auxiliartruppen (Hilfstruppen). Man muß wissen, daß das römische Imperium mit etwa 60 Mill. Einwohnern ausschließlich von Italienern als römische Legionäre verteidigt und auch ausgedehnt wurde. Das führte zu schweren innenpolitischen Auseinandersetzungen. Die Italiener waren nicht länger bereit, die militärische Last alleine zu tragen. So wurden Soldaten außerhalb Italiens rekrutiert und zu "auxilia" zusammengeschlossen. Zuerst improvisiert, dann durch Kaiser Augustus offiziell zum Bestandteil der römischen Armee gemacht, leisteten die Auxiliartruppen dort ihren Dienst, wo die Leginäre keine so glückliche Hand hatten. Die Auxiliarsoldaten waren vor allem Reiter, Bogenschützen und Schleuderer.
Es gab drei Grundtypen von Auxiliareinheiten, die Ala, eine Kavallerieeinheit, die Cohorte, eine reine Infanterieeinheit, und die cohors equitata, die berittene Cohorte, ein Mischverband aus Kavallerie und Infanterie. Die Auxiliareinheit auf dem Pfünzer Kastell war eine cohors quingenaria equitata.
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