Das Kastell liegt südlich des alten Dorfkerns von Pfünz auf dem Kirchberg ca. 42 Meter über der Altmühl. Es ist rechteckig (leicht verschoben) angelegt, 189 Meter lang und 145 Meter breit mit einer Fläche von etwa 2,75 Hektar.
Das Kastell war mit zwei Gräben umgeben, die auf der Westseite noch heute gut zu erkennen sind. Dadurch daß das Kastell auf einer strategisch günstigen Felszunge über dem Altmühltal errichtet wurde, mußten die Gräben in vermutlich mühsamer Arbeit in den Fels gehauen werden. Der vergossene Schweiß von vor fast 2000 Jahren beschehrt uns heute diese Rarität.
Vor den vier Kastelltoren waren die Gräben durch einen Damm unterbrochen. Die Tore waren als Doppeltore ausgeführt, die linke Torhälfte des Westtores ist zugemauert. Vermutlich wurde der Raum als Stall verwendet, denn Winkelmann, der um die Jahrhundertwende das Kastell archäologisch erforschte, hat dort zwei Pferdeskelette ausgegraben.Neben den Tortürmen hatte das Kastell vier Ecktürme zur Bewachung und Signalweitergabe. Zwischen dem Osttor und dem südöstlichen Eckturm war ein zusätzlicher Signalturm.